Gute Vorsätze im Neuen Jahr

Gute Vorsätze im Neuen Jahr

Heute ist das Jahr bereits drei Tage alt und damit höchste Zeit den gewohnten Rhythmus wieder zu finden.

Was dabei stört, sind gute Vorsätze. Warum? Ganz einfach, weil gute Vorsätze eine Veränderung der bisherigen Gewohnheiten bedeuten. Neues muss in den gewohnten Lebensrhythmus integriert werden und das ist häufig schwieriger als wir denken.

Nehmen wir als Beispiel den beliebten Vorsatz mehr Sport machen zu wollen. Das bedeutet, nicht wie gewohnt bis zur letzten Minute jeden Morgen im Bett liegen zu bleiben, sondern mindestens eine halbe Stunde früher aufstehen und joggen gehen. Oder statt am Abend gemütlich auf dem Sofa zu sitzen, soll man sich jetzt aufraffen und den Allerwertesten in ein Fitness-Studio bewegen. An dem Beispiel sieht man genau, was die Einhaltung guter Vorsätze wirklich schwierig macht. Nicht das, was wir machen wollen – in dem Fall Sport – sondern das, worauf wir dabei verzichten müssen – hier lange schlafen und auf der Couch ausruhen. Der Verzicht auf lieb gewonnene Abläufe und Routine ist die größte Hürde auf dem Weg zu gesünderem, glücklicherem und erfolgreicherem Leben.

Neues Jahr neue Vorsätze
Gute Vorsätze zu neuen Gewohnheiten zu machen fällt uns sehr schwer.

Auf etwas zu verzichten, heißt nichts anderes als Abschied zu nehmen. Abschied zu nehmen bedeutet wiederum eine Wandlung zu akzeptieren, eine Lebenswandlung zu zulassen.

Wenn es uns aber gelingt, bei einem guten Vorsatz auch dranzubleiben und ihn zu einer neuen Gewohnheit zu machen, dann haben wir gelernt Abschied zu nehmen. Auch wenn es kleine Abschiede sind, z.B. von der letzten Zigarette, vom Gerümpel im Keller oder vom zu fetten Essen, sie machen uns stärker für den Fall des größten Abschieds beim Verlust eines geliebten Menschen. Loszulassen und Veränderungen zu akzeptieren – diese Fähigkeiten brauchen wir nicht nur in den ersten Tagen eines neuen Jahres.

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